In China war ich bisher am liebsten abseits der klassischen Pfade unterwegs - und zwar hauptsächlich in Tibet, dem ich allerdings ein eigenes Kapitel auf meinem Blog gewidmet habe. Sehr begeistert hat mich auch das "Land der Uiguren" in Westchina, das ich auf der Durchreise von Tibet nach Pakistan gestreift habe. Nach einer kurzen Städtereise nach Peking und Shanghai vor vielen Jahen bin ich nun demnächst auf einer kurzen Teiletappe meiner großen Himalaya-Reise in Yunnan unterwegs.

In Planung: Von Südchina/Yunnan über Lhasa nach Nepal 2019

Schon lange hatte ich mit einer Überlandreise von der südchinesischen Provinz Yunnan nach Zentraltibet geliebäugelt. Viele Jahre lang war diese Route jedoch für westliche Touristen geschlossen. Als ich auf Bitten von Bekannten letztes Jahr noch einmal aktuell recherchierte traute ich meinen Augen beim Lesen der E-Mail-Info kaum...die Strecke war wieder freigegeben worden. Für die Bekannten gab es kein Halten mehr - das wollten sie unbedingt machen - und auf meine Frage hin - ja, ich durfte mich ihnen gerne anschließen.

Inzwischen rückt die Zeit unserer Reise immer näher und wir sind voller freudiger Erwartung, denn der "Yunnan-Sichuan-Tibet-Highway", der in China ganz unspektakulär G312 genannt wird, soll zu eine der schönsten in Asien - wenn nicht sogar der Welt gehören...


China - Von Nepal für vier Wochen nach Zentraltibet 2006

Nach meiner ersten Reise nach Zentraltibet 1992 fiel es mir sehr schwer mich für eine nochmalige Reise dorthin zu entscheiden. Zu aufwühlend waren die Berichte in der Presse, dass Lhasa mehr und mehr umgestaltet worden war. Ganz besonders hat es mich erschreckt, dass die urigen tibetischen Altstadthäuser zu Füßen des Potala einem großen Platz haben weichen müssen. Zu gerne wollte ich mir die Bilder meiner ersten Reise unverändert in meinen Erinnerungen bewahren. Schließlich bin ich aber doch noch eiinmal aufgebrochen. Manches von dem was ich gesehen habe, hat mich erschüttert und manches hat mich tief bewegt. Trotzdem bin ich froh, dass ich noch einmal dort war. So verändert ich das Land auch vorgefunden habe so war es doch unbedingt die Reise wert und ist es auch noch heute.

Wenn Du Dich für Tibet interessiertst würde ich mich freuen, wenn Du immer mal wieder vorbei schaust. Tibet ist für mich etwas ganz besonderes und so ist es mir ein besonderes Anliegen, meine Reise-Erlebnisse ausführlich mit Dir zu teilen. Etwas mehr zu meinen Tibet-Reisen findest Du auch unter "Unterwegs in Tibet".


China - Städtereise nach Peking und Shanghai 2003

 Auf Einladung des chinesischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt war ich zusammen mit einigen Reiseveranstaltern und Journalisten nach Peking und Shanghai aufgebrochen. Wir sollten uns selbst einen Eindruck darüber verschaffen, dass es völlig gefahrlos möglich sei, China wieder zu bereisen bzw. als Reiseziel anzubieten. Nach dem Ausbruch von SARS war in den letzten Monaten nämlich der Tourismus in China fast ganz zum Erliegen gekommen.

Es war eine interessante Reise in die beiden chinesischen Metropolen, die mir persönlich einen ersten Eindruck von den ganz klassischen Touristenstädten und -stätten in China gegeben hat. Durch die Reisezeit Ende Juli/Anfang August, war der Aufenthalt in Shanghai jedoch eine echte Herausforderung, denn das Thermometer kletterte auf knapp über 40 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit, die mit Sicherheit nicht viel unter 95% lag.

Shanghai hatte mir als sehr lebhafte und "bunte" Stadt mit einer vergleichsweise "lockeren" Atmosphäre im Vergleich zu Peking noch ein wenig besser gefallen. Es ist schon etwas besonderes, am Bund entlang des Hafens oder über die Haupt-Shopping-Meile, die Nanjing Road zu flanieren...


China - entlang der Taklamakan durch das Land der Uiguren nach Pakistan 1998

Von Simikot in Westnepal waren wir in sechs Tagen hinauf zur nepalesisch-tibetischen Grenze gewandert und hatten uns dabei schon langsam ein wenig an die große Höhe gewöhnt, die uns in der Kailash-Region erwarten würde. Schon der Blick vom letzten Pass auf nepalesischer Seite, dem Nara La, über das tibetische Hochplateau war verheißungsvoll.

Wir waren in einer kleinen Gruppe von Bekannten unterwegs, von denen eingige jedoch leider die Kailash-Umwanderung nicht mitmachen konnten. Leider gehörte ich auch dazu, denn unerklärlicherweise hatte am Vorarbend mit fast 40 Grad Fieber zu kämpfen. Vom Kailash reisten wir weiter in das alte Königreich Guge, dem heutigen Tsaparang bei Tholing.

Dann ging es über Ali, dem Hauptort der Region, in Richtung Taklamakan. Einen ganzen Tag lang fuhren wir durch die grandiose Landschaft des tibetischen Hochplateau dauerhaft auf Höhen zwischen 4.800 und 5.000 m. Dabei stellte ich mir vor, das man die Alpen bis zur Spitze des Mont Blanc auf großer Fläche aufschütten müsse um diese Höhe zu erreichen. Diese Vorstellung machte es noch einml zu etwas ganz besonderem hier unterwegs zu sein!

In Richtung Westchina und Taklamakan-Wüste waren wir jedoch innerhalb kürzester Zeit nur noch auf einer Höhe von ca. 1.000 m über dem Meeresspiegel unterwegs. Welch ein Kontrast der Landschaft und der Kultur, die uns hier im Vergleich zu Nepal und Tibet erwartete. Schließlich erreichten wir Kashgar, die antike Drehscheibe auf der antiken Seidensstraße. Wir besuchten den legendären Sonntagsmarkt und vor allem auch den Viehmarkt bevor wir uns in Richtung Süden nach Pakistan wendeten.

Und dann ging es wieder hoch hinauf - zunächst zum Karkol See am Fuß des über 7.000 m hoch aufragenden Mustagh Ata und dann weiter zum 4.994 m hohen Khunjerab Pass, der gleichzeitig auch Grenzposten für die Einreise nach Pakistan war...

Wenn Dich meine Reise-Erlebnisse in Pakistan interessieren würde ich mich freuen, wenn Du dort einmal vorbeischaust.


Hongkong - unterwegs in der "Mega-City" 1996

Bevor die britische Kolonie Hongkong am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben werden sollte, wollten wir die "Mega-City" unbedingt noch besuchen. Zwei Wochen haben wir Hongkong und Umgebung im Anschluß an unseren Vietnm-Urlaub intensiv erkundet. Schon damals waren die Übernachtungspreise - selbst in einem einfachen 2* oder 3*-Hotelzimmer für uns als junge Backpacker fast unerschwinglich. Die einzigen halbwegs bezahlbaren Unterkünfte gab in der ziemlich in Verruf geratenen Chung King Mansion.

Wir haben lange überlegt, ob wir tatsächlich hier absteigen sollte. Schließlich haben wir uns dafür entschieden. Es war mit schon eine "besondere" Erfahrung, ab die Lage an der zentralen Nathan Road in Tsim Sha Tsui-Viertel im südlichen Kowloon ist natürlich kaum zu überbieten. Hier ist man wirklich mitten drin und kann von hier aus einen Großteil der Stadt zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Die U-Bahn-Station ist nur wenige Meter von Chunk King Mansion entfernt, den Nachtmarkt kann man bequem in zehn Minuten zu Fuß erreichen...

Im Laufe der nächsten Wochen und Monate werde ich hier ausführlicher in Wort und Bild erzählen, was wir alles in Hongkong und in Chung King Mansion erlebt haben. Wenn es Dich interessiert schau doch einfach immer mal wieder vorbei - es wird sicher immer wieder neues zu entdecken geben!


China - Von Nepal über Lhasa zum Kailash 1992

Eigentlich bin ich ja mehr oder weniger nur durch Zufall auf die Idee gekommen 1991 in Nepal unterwegs zu sein und ein Jahr in Tibet. Aber wie heißt es so schön - es gibt keinen Zufall und das würde ich auch ohne weitere Überlegungen sofort "unterschreiben"! Diese beiden Länder haben mich so tief beeindruckt, dass Sie meinem Leben letztendlich eine andere Wendung gegeben haben. Es hat zwar noch einige Jahre gedauert, aber mit Sicherheit kann ich sagen, dass die Idee, mich beruflich mit dem Reisen zu beschäftigen, in dieser Zeit "geboren" wurde.

Die etwas ausführlicheren Informationen zu dieser Reise findest Du unter meinen Reise-Erlebnissen in Tibet


 

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