Eine Begegnung auf der ITB in Berlin, der größten Reisemesse Deutschlands, hatte mein Interesse geweckt und war schließlich der Auslöser für meine Reise in die ehemalige Sowjet-Republik Kirigisistan. Schon wenige Monate später im frühen Juni ging es los. Es war ein abenteuerlicher Flug mit Kyrgyzstan Airlines, die inzwischen schon seit einiger Zeit auf der "Schwarzen Liste" der EU steht.

Ich hatte mich für diesen Flug entschieden, weil es die einizige Fluggesellschaft war, die von Deutschland aus direkt nach Kirgistan flog. Der Hinflug war dann aber auch das Erlebnis der "besonderen Art", denn da lag so einiges im Argen. Gottseidank schien nur die Passagierkabine betroffen, denn die war in einem ziemlich desolaten Zustand.

Eine ganze Anzahl von Gepäckfächern konnte nicht genutzt werden, weil man sie nicht mehr verschließen konnte. Einige der Sitze ließen sich nicht mehr in eine aufrechte Sitzposition bringen - und der Sitz vor mir war in einem besonders bedauernswerten Zustand! Sobald sich das Kind vor mir etwas heftiger bewegte - und das tat es fast immer - klappte der Sitz ganz runter - aber so tief, dass ich die Rückenlehne mitsamt dem Kind fast auf meinem Schoß hatte....

Aber der Flug nahm schließlich doch ein glückliches Ende und ich landete wohlbehalten - wenn auch einigermaßen genervt - in Bischkek, der Hauptstadt von Kirgisistan. Elke, meine Bekannte von der ITB war schon dort und holte mich vom Flughafen ab. Nach einer kurzen Ruhepause und einem Mittagessen haben wir eine kurze Rundfahrt durch Bischkek gemacht und sind dann gleich weitergefahren zum ersten Jurtencamp ganz nah am Issyk Kul See.

Elkes Sohn lebte seit einigen Jahren in Kirgisistan und hatte dort ein kleines Tourismusprojekt in's Leben gerufen. Zusammen mit den Einheimischen hat er verschiedene Jurtencamps in besonders schönen Regionen des Landes aufgebaut, in denen Touristen ganz urig auf landestypische Art übernachten können. Viele Kirgisen leben bis heute halbnomadisch und ziehen im Sommer mit "Kind und Kegel" und ihrem Vieh auf die Hochweiden des Tienshan-Gebirges und leben dort in ihren Familien-Jurten.

In den verschiedenen Touristen-Jurtencamps gab es jeweils mehrere Übernachtungs-Jurten, eine Essens-Jurte und natürlich einfache sanitäre Anlagen mit Gemeinschaftstoiletten und kleinen Nasszellen.

Es wurden viele schöne Ausflüge in die Umgebung gemacht, so dass man Gelegenheit hatte, Land und Leute intensiv kennenzulernen. Seinerzeit war Elkes Sohn mit seinen Jurtencamps ein echter Vorreiter - heute gibt es inzwischen viele, die es ihm gleich getan haben und eine Vielzahl verschiedener Jurtencamps in den schönsten und teilweise auch abgelegenen Regionen des Landes.

Insgesamt vier verschiedene Jurtencamps in ganz unterschiedlichen Regionen habe ich kennengelernt. Jeweils drei bis vier Tage hatte ich Zeit für das jeweilige urtencamp, so dass richtig viel Zeit blieb die nähere und weitere Umgebung zu Fuß, per Pferd und mit dem Fahrzeug zu erkunden.

Von meinen Erlebnissen werde ich auf jeden Fall hier noch ausführlicher in Wort und Bild erzählen. Wenn es Dich dieses oder meine anderen Reise-Erlebnisse interessieren, würde ich mich freuen, wenn Du immer mal wieder vorbeischaust.

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