Der Auslöser für mein Interesse für Tibet war ein kleiner Bildband, den ich von meiner Freundin geschenkt bekam mit den Worten, von Nepal habe sie nichts gefunden, aber Tibet sei ja gleich nebenan. Dieser kleine Bildband hat so viel Faszination in mir geweckt, dass es für mich ganz klar war - da muss ich hin.

Das Schicksal Tibets hat mich von Anfang an sehr berührt. Alles, was ich nur irgendwie an Informationen über Tibet auftreiben konnte, habe ich zusammengetragen. Das war seinerzeit um einiges schwieriger, denn Internet gab es noch nicht. Mir war sehr schnell klar, dass ich keine der üblichen Standard-Gruppenreisen nach Tibet buchen wollte. Zu der Zeit waren mir die Gruppen sämtlicher gängiger Reiseveranstalter, von denen es nicht gerade viele gab, zu groß. Es war für mich unvorstellbar in einer "Horde" von 15 oder 20 Leuten in den Klöstern "einzufallen". Ich wünschte mir eine kleine Gruppe - vielleicht fünf oder sechs Gleichgesinnte, für die eine solche Reise eine ähnlich Bedeutung haben würde wie für mich. Individuelle Privatreisen, wie sie heute zum Standardprogramm der meisten Reiseveranstalter gehören, waren Anfang der 90iger Jahre kaum zu finden und so hat es einige Zeit gedauert bis ich fündig wurde und endlich im September 1992 unterwegs in Tibet sein konnte...

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All die Jahre hatte es immer wieder ein wenig an mir genagt, dass ich bei meinem ersten Besuch in Tibet den Kailash nicht umwandern konnte. Seinerzeit hatte mich eine schwere Bronchitis davon abgehalten. Sechs Jahre später habe ich mich deshalb noch einmal aufgemacht in Richtung Kailash.

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Nach langer Vorbereitungszeit waren wir im Sepember endlich unterwegs. Nach langer Suche, vielen Gesprächen und gemeinsamen Vorbereitungs-Treffen sind wir schließlich zu sechs Leuten aufgebrochen. Damals wie heute führte die beste Anreise nach Tibet über Nepal. Per Flug ging es von Kathmandu nach Lhasa... 

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