Usbekistan empfing uns mit großer Hitze, denn die Monate Juni und Juli sind dort mit die heißesten Monate. Tagsüber brannte die Sonne mit 40 bis 45 Grad vom tiefblauen Himmel. Gottseidank ist es eine wüstenhaft trockene Hitze, die sich dadurch noch einigermaßen gut ertragen läßt. Wir kamen in ein Land im Aufbruch.

Überall waren Renovierungsarbeiten im Gang, um die Spuren der Vernachlässigung an den Moscheen und Medresen während der Zeiten der Sowjetunion wieder zu beseitigen - vieles war auch bereits wieder hergestellt.

Viele der bekannten Städte und Stätten entlang der antiken Seidenstraße erstrahlten wieder in alten Glanz. In der so authentisch wirkenden Altstadt von Samarkand, Buchhara oder Chiva fühlten wir uns als Besucher fast zurückversetzt in die Geschichten aus 1001 Nacht, wenn die faszinierenden blau gekachelten Kuppeln und Wandmosaiken der Moscheen und Medresenin in der Sonne leuchteten.

Hatte ich noch vor zwei Jahren gedacht, dass es kaum einen schöneren und beeindruckenderen Ort geben könnte als die Shwedagon Pagode in Myanmars seinerzeitigen Hauptstadt Yangon, so war ich mir da beim Anblick des Registan Square in Samarkand nicht mehr ganz sicher. Unglaublich intensiv und erhaben strahlten die Moscheen und Medresen in der tiefstehenden Abendsonne rund um den Registan Square um die Wette. Was für eine Atmosphäre! Und auch wenn viele es vielleicht als kitschig empfinden, aber die "Sound- und Lightshow" nach Sonnenuntergang war traumhaft schön.

Nach den vielen kulturellen Höhepunkten der großen bekannten Städte war die dreitägige Trekkingtour im Tienshan-Gebirge eine willkommene Abwechslung. Mit einem Packpferd, zwei Zelten für uns und den Guide und Koch sowie der notwendigen weiteren Campausrüstung waren wir ganz rustikal in der Natur unterwegs.

 

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